Giger Calendar 2012

H.R. Giger Calendar 2012

It is difficult to write about the end of the world without falling prey to weary clichés. And it is even more difficult to do so in a year such as 2012, which has been associated with the apocalypse ad nauseam, courtesy of the media's feeding frenzy regarding certain interpretations of the Mayan long count calendar. But 2012 does bear the connotation. And there is perhaps no imagery which is more appropriate to the topic than H.R. Giger's.
Giger has never been about clichés. Quite on the contrary, Giger has always been about innovation, about vision, about visualization. A visualization of things hitherto unseen but, perhaps, apprehensively imagined. Long before it became fashionable to link the expiration of an ancient civilization's long count calendar with the potential end of the world as we know it, Giger envisioned his own, frequently intensely apocalyptic world.
It was a world in which technology and machinery had merged with all things living, an utterly fascinating vision on one hand, and yet a glimpse of a post-Orwell world in what surely must have been its final throes. Moreover, in early paintings such as Atomic Children, created at the height of the very real and very apocalyptic Cold War, Giger ingeniously imagined the after-effects of nuclear radiation on human-like beings.
In spite of its apocalyptic theme, this calendar actually heralds a new era. It is the first HR Giger calendar created and published under direct control by the artist himself. To commemorate this new venture and distinguish it from previous Giger calendars, this very first calendar expands on the usual calendar format and includes 13 months, from March 2012 to March 2013.

H.R.-Giger-Kalender 2012

Es ist schwierig, über das Ende der Welt zu schreiben, ohne in abgegriffene Klischees zu verfallen. Und es ist noch viel schwieriger, dies in einem Jahr wie 2012 zu tun, welches bis zum Überdruss mit der Apokalypse in Verbindung gebracht worden ist, nicht zuletzt wegen der durch die Medien angeheizten Thematik der Interpretation des historischen Maya-Kalenders. 2012 ist aber nun einmal von dieser Thematik geprägt. Und dafür existiert wahrscheinlich keine passendere Metaphorik als die von H.R. Giger erschaffenen Gemälde.
Giger hat sich nie durch Klischees definiert. Ganz im Gegenteil: Giger war stets innovativ, visionär und visuell. Er visualisierte Dinge, die so noch nie gesehen worden waren, aber die von vielen unterbewusst wohl doch voller Sorge erahnt wurden. Lange bevor es Mode wurde, das Ende des Kalenders einer untergegangenen Zivilisation mit dem potentiellen Untergang unserer eigenen Welt zu verbinden, erschuf Giger seine ganz eigene, oft auch intensiv apokalyptische Welt.
Es war eine Welt, in welcher Technologie und Maschinen sich mit allen lebenden Geschöpfen vereinigt hatten. Eine zutiefst faszinierende Vision, und gleichzeitig ein bebender Blick in eine Welt lange nach Orwell, eine Welt, die vielleicht bereits in ihren letzten Zügen lag. In einigen seiner frühen Gemälde, wie z.B. Atomkinder, erschaffen während der bedrohlichsten Phase des sehr realen und wahrhaftig apokalyptischen Kalten Krieges, visualisierte Giger zum Beispiel die Folgeerscheinungen der radioaktiven Strahlung auf menschenähnliche Geschöpfe.
Trotz der apokalytischen Thematik steht dieser Kalender in Wirklichkeit für den Anbruch einer ganz neuen Ära. Es ist der erste H.R.-Giger-Kalender, der unter der direkten Aufsicht des Künstlers entworfen wurde und im Eigenverlag erscheint. Um dieses neue Projekt gebührend zu beginnen und den Kalender deutlich von allen bisherigen H.R.-Giger-Kalendern abzuheben, hebt sich dieser erste neue Kalender vom allgemein üblichen Kalenderformat ab, indem er 13 Monate, von März 2012 bis März 2013, abdeckt.